Der Rundgang des Oberbürgermeisters aus Sicht des Bürgervereins

Am 30.09.2016 fand  der Rundgang des Oberbürgermeisters nach längerer Zeit wieder in Neu Schmellwitz statt. In den Jahren zuvor  hatten wir Strecken am Bonnaskenplatz und in Alt-Schmellwitz ausgewählt. Dieses Mal jedoch war es notwendig den Rundgang in Neu-Schmellwitz durchzuführen, da durch den Rückbau der letzten Jahre und die knappen Kassen der Stadt Cottbus, die Infrastruktur stark gelitten hat.

So begannen wir unseren Rundgang am „Ernst-Mucke-Platz“, hier bemerkte man am deutlichsten, die fehlenden finanziellen Mittel. Birken treiben dort zwischen Betonblöcken hervor und in den Rabatten herrscht Wildwuchs. Der einstige Vorzeigeplatz, der offiziell  keinen Namen hat, verwildert zunehmend.  Vorschläge unsererseits den Platz neu und vor allem pflegeleichter zu gestalten wurden von der Rathausspitze aus finanziellen Gründen nicht unterstützt, jedoch erklärte sich Herr Kelch bereit, im Rahmen des Frühjahrsputzes 2017 selbst Hand anzulegen und den Platz mithilfe von größerer Technik, von dem Wildwuchs zu befreien. Wir nehmen den OB hier beim Wort und freuen uns im März auf seine Teilnahme am Frühjahrsputz in Schmellwitz.

Nach einem kurzen Gang entlang der Hutungstraße, kamen  wir am verbindenden Rad- & Fußweg zwischen Schmellwitzer Weg und Willi-Budich-Straße an. Dieser Weg steht dabei stellvertretend für viele Wege im Stadtteil. Er ist zur Hälfte zugewachsen und das Pflaster senkt sich immer mehr. Herr Kelch sagte hier schnelle Hilfe zu und ging zudem befürwortend auf unseren Vorschlag ein, einen Arbeitskreis mit verantwortlichen Fachbereichen, dem Bürgerverein und dem Stadtteilmanagement zu bilden. In diesem soll sich abgesprochen werden, die wenigen zur Verfügung stehenden Mittel, effektiv einzusetzen. So können sichtbare Mängel und Gefahrenquellen schneller beseitigt werden. Noch im November dieses Jahres wird dieser Arbeitskreis zusammenfinden und die Planungen 2017 besprechen. Für die  nebenstehenden Freiflächen und dem „Schmellwitzer Platz“ an der Wendeschleife sollen, laut Holger Kelch auch weiterhin ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, um die Pflege der Flächen zu sichern.

Nachdem wir den Oberbürgermeister auf die immer schlechter werdende Gewerbesituation in der Zuschka und am Fließ hinwiesen,  kamen wir am ehemaligen Jugendklub 7512 vorbei, der seit der Schließung vor 3 Jahren leer steht. Dieses und auch nebenstehende Gebäude haben kaum Interessenten und die Stadt kann keine finanziellen Mittel zur Betriebsbereitschaft der Gebäude zur Verfügung stellen. Eine Nutzung durch  ehrenamtliche Träger bleibt so auch ausgeschlossen. So wird dieses Gebäude in den nächsten Jahren wohl immer mehr verfallen bis Gelder für einen Rückbau zur Verfügung stehen.

Bevor wir das nächste Ziel erreichten, nutzten wir die Gelegenheit um auf das fehlende Schild zur Herkunft der Findlinge am Fließ aufmerksam zu machen. Dieses Schild befand sich am Hopfengarten und wurde nach der Zerstörung 2008 nicht mehr wiedererrichtet. Die Stadtverwaltung prüft hier die Wiederaufstellung.

An der  gesperrten Brücke am Fließ angekommen, hofften wir auch hier auf schnelle Zusagen, doch hier sind erst einmal Kostenschätzungen einzuholen. Die Stadtverwaltung wird dabei die Kosten einer Sanierung, wie auch eines Rückbaus abwägen. Fakt ist, dass der derzeitige Stand ein Schandfleck in der Idylle des Fließ ist und egal in welcher Weise beseitigt werden muss. Wir hoffen hier eventuell auch auf Sponsoren, die sich in unserem Stadtteil einbringen wollen um Lebensqualität zu erhalten. Der Bürgerverein steht hier gern für Anfragen zur Verfügung.

An der Y-Rutsche am Fließ stellte sich eine ähnliche Situation wie an der Brücke dar. Nur steht hier schon fest, dass die Rutsche 2017 für den Rückbau vorgesehen ist. Dabei wird auch geprüft sie an einem anderen Standort wieder aufzubauen, sofern es die finanziellen Mittel hergeben.

Die Zukunft der Pestalozzi-Schule wurde  am nächsten Halt thematisiert. So ist derzeit der Schulstatus nicht geklärt. Bleibt es eine Förderschule oder wird es in Zukunft eine Ober- bzw. Gesamtschule? Die Rathausspitze konnte hierzu nicht viel mitteilen. So wurden in der letzten Woche mehrere Anträge auch in der Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Was dabei herauskommt ist ungewiss. Wichtig ist nur, dass eine Entscheidung hierzu schnellstmöglich fallen muss, um eine notwendige Sanierung  und  die Neuaufnahme von Schülern zu ermöglichen.

Der weitere Weg führte uns zum Garteneck, wo ein neues Wohnviertel entsteht. Die Zufahrt der Baufahrzeuge ist über eine Sonderzufahrt über das TKC- Gelände geregelt.  Anwohner berichteten allerdings immer wieder, dass Baufahrzeuge auch über Anwohnerstraßen, die nicht für solchen Verkehr ausgelegt sind, den Weg zur Baustelle suchen. Hier erklärte die Stadtverwaltung, dass die Beschilderung hier eindeutig ist und Zuwiderhandlungen geahndet werden. Die Durchfahrt am TKC ist daher auch während der kompletten Bauzeit geöffnet.

Als letztes führte uns die Runde  auf eine der vielen Freiflächen. Hier wird, wie auf allen Rückbauflächen einmal im Jahr von den jeweiligen Eigentümern gemäht. Wir baten darum die Mähzyklen zu vereinheitlichen, so dass alle Flächen zur gleichen Zeit gemäht werden und auch ein einheitlicher Wuchs stattfindet. Leider haben wir  auf einigen Freiflächen immer noch Probleme mit Ambrosia, was durch einmaliges Mähen nicht beseitigt werden kann. Hier prüft die Stadt spezielle Programme des Landes.

Fazit:

Trotz klammer Kassen bemüht sich die Verwaltung, allen voran der Oberbürgermeister unsere Probleme im Stadtteil ernst zu nehmen und nach Lösungen zu suchen. Ein Anfang ist dabei der schon angesprochene Arbeitskreis, der finanzielle Mittel besser koordinieren soll. Auch wurden uns Reparaturen von Gehwegschäden, wie vor der ehem. Kaisers- Kaufhalle, zugesichert.  Ein Anfang ist also gemacht, auch wenn manche Lösungen wohl erst im nächsten Jahr umgesetzt werden.

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